Die theaterbegeisterten Kinder der OGS Rosenzweigweg in Zollstock haben sich drei Wochen lang in den Sommerferien kreativ austoben dürfen und können. Dabei brauchte es nicht viel, um in der geräumigen Aula einen Ort der Fantasie zu erschaffen. Gemeinsam mit mir als Spielleiterin haben sie ein Dorf gegründet und darin eine eigene Geschichte erfunden und gespielt:

„Das Dorf des magischen Auges“

Da gab es viel zu erleben, zu fabulieren und zu gestalten! Die Kulisse des einmaligen Stückes lieferten die lebensweltlichen und persönlichen Ideen aus Kindergeist und Kindermund.

Marie, die verwaiste Köchin, lebt im Dorf und findet neue Freunde und eine Aufgabe. Sie lernt Tim kennen, den zugereisten Gärtner. Er ist vor kurzem ins Dorf gezogen, weil der sich zu Hause mit seinem Vater zerstritten hat: denn er wollte den Obst-und Gemüseladen nicht weiterführen. In der Dorfgemeinschaft kümmert er sich nun um den Gemüseanbau und findet freundschaftlichen und liebevollen Anschluss. Wird er sich mit seinem Vater vertragen?

Die kleine Luna, die Tochter der Häuptlings-Frau Wowoka, feiert ihren 7. Geburtstag und bekommt von ihrer Mutter das ‚magisches Auge‘ ihrer Vorfahrinnen geschenkt … das besaßen schon ihre Oma, ihre Ur-Oma und ihre Ur-ur-Oma.

Thomas, ein reicher aber einsamer Siedlerjunge, lebt mit seinen Eltern am Rande des Dorfes in einer großen Villa. Er lernt Luna kennen, und alle anderen Dorfbewohner. Eines Nachts kann er seinen neuen Freunden mit einem nächtlichen Telefonat aus der Patsche helfen. Was wohl seine Mutter dazu sagen wird?

Die Sammlerin Anna, die das Dorf mit frischen Beeren aus dem Wald versorgt (Das Dorf lebt fleischlos, daher gibt es keine Jägerin) und die sich von ihrer großen Schwester trennen muss, da diese mit einer Liebe in die Ferne zieht. Wann werden sie sich wiedersehen?

In allen Handlungssträngen gibt es ein Happy-End – das wollte die Kinder so.
… und an dem ist die kleine Luna mit ihrem magischen Auge nicht ganz unschuldig.

Dieses Stück hatte alles zu bieten, was Herzen & Seelen beschäftigen und begehren:
Abschied, Trauer und Trost – Wut, Streit und Versöhnung – Freundschaft und Zusammenhalt – Liebe und Hoffnung – Der Reichtum von Lebensfreude … und der Glaube an das Gute! Visionen eben , die Kinder erschaffen und uns vorleben auf der Bühne.

Wir spielten dreimal vor begeisterten kleinen Kinder-Gruppen. Das ließen sich die Schauspieler nicht dreimal sagen! Sie agierten, was das Zeug hielt … und wurden von Aufführung zu Aufführung besser. Einziger Wermutstropfen: Leider konnten wir das Stück nicht wie gewohnt im Seniorenheim vor unseren älteren Spielfreunden aufführen. Daher senden wir ihnen im Geiste ganz viel Liebe & Gesundheit. So etwas funktioniert gut … wenn man – so wie wir – ein magisches Auge hat!

Kontakt:
ACHTUNG! SpielFreude!
Annie Windgätter
Kulturvermittlerin * Theaterpädagogin * Kulturgeragogin
Annie.We@gmx.net * 0172 5256026 * Köln
Facebook: www.facebook.com/Achtung-Spielfreude

(Fotos: A. Windgätter)